1 Woche ist schnell vorbei

Letzten Samstag sind die chinesischen Gäste leider schon wieder nach Paris weitergeflogen. Aber erst einmal von Anfang an:

Unsere Austauschpartner kamen am Freitag (15.7) Abends um ca. 23:30 in Ansbach an, wir aßen erst einmal noch zu Abend/Nacht. Dabei erlebte meine Familie schon die erste spannenden Fragen: “What’s that?” (Mein Austauschpartner deutete auf das Brot), am nächsten Morgen durften wir ihm dann auch noch die ganzen Kamine “erklären”, denn Heizungen gibt es in China nicht. Weiter wunderten wir uns am 1. Abend auch, warum mein Austauschpartner fast kein Wasser mit Kohlensäure trank. –> In China gab es so etwas nicht…

Am ersten Abend hat dann natürlich auch jeder ein Begrüßungsgeschenk bekommen:

Clipboard01Clipboard02

Links mein Gastgeschenk, ein Stifthalter mit großem Adlerbild (Weiß jemand, was der chinesische Schriftzug auf deutsch heißt?). Rechts sieht man noch eine Kette, welche meine Mutter bekam, meine Schwester bekam die gleiche nur ohne grüne Steine. Und mein Vater bekam noch einen einfachen Fächer.

Tag 1 & 2 waren Familientage, den 1. verbrachten wir größtenteils im Boot auf der Altmühl, paddeln. Wir waren noch mit 2 anderen Familien zusammen und ich denke, diese Tätigkeit hat allen Spaß gemacht. Wobei was hier lustig war, waren die Panikattacken vor Spinnen, Mücken, oder Bienen – Denn sobald solche Tiere in der näheren Umgebung waren, schraken alle Chinesen auf (einer wäre fast ins Wasser gefallen) und haben immer versucht von diesen Tierchen wegzulaufen. Die ganze Zeit über konnte man immer super die Handysucht aller Chinesen sehen, so verging eigentlich kein Augenblick in dem man einen Chinesen ohne Ipad/Smartphone/Handy gesehen hat. Am 2. Familientag gingen wir bei Regen in den Zoo, immer noch besser als Zuhause den Tag abzusitzen.

Am Montag war dann die Begrüßung in der Schule und bei der Stadt Ansbach. Anschließend fuhren wir nach Nürnberg, wobei auf der Fahrt dorthin durften zahlreiche chinesische und deutsche Schüler singen.. (eine Idee einer chinesischen Lehrkraft). Nachdem wir dann während unserer freien Zeit in Nürnberg erst einmal einige Chinesen im H&M kurzzeitig verloren hatten, durfte ich noch einem Chinesen erklären, dass eine in Deutschland gekaufte PSP nicht mit den Spielen in China kompatibel sein wird…

Abends gingen wir dann noch Bowlen, dies konnten die meisten Chinesen eigentlich ganz gut, ok eine hat es geschafft 7 Durchgänge lang 0 Punkte zu erzielen Zwinkerndes Smiley.

Am nächsten Morgen ging es nach München; angekommen bekamen wir zuerst eine Busrundfahrt, auf welcher ungefähr 50% der Chinesen schliefen… – Danach hielten wir sehr strategisch vor einem chinesischen Souvenirshop bei dem wohl jeder chinesische Schüler 5% Rabatt bekommt…

Am Mittwoch hatten die Chinesen Unterricht, und wir durften uns langweilen. Nachmittags fuhren wir dann in ein größeres Einkaufszentrum mit den Chinesen, was sich aber eher als Fehler herausstellte. So wurde von jedem Chinesen (es waren 5 Austauschpartner dabei) Schokolade im Wert von 25-30€ gekauft, dazu noch Bleistifte (angeblich sollen die sehr teuer in China sein??) und altes deutsches Geld (bis wir mal erklärt hatten, was das überhaupt ist, sind glaube ich Stunden vergangen, denn das Gefälle zwischen gutem Englisch und sehr schlechten Englisch war riesig, so habe ich zum Beispiel einen Austauschpartner erwischt, der ziemlich schlecht Englisch konnte, andere deutsche Schüler diskutierten hingegen Abendelang mit deren Chinesen über aktuelle politische Probleme.). In dem Müller, brauchten die Chinesen dann auch unbedingt “Tax-Free-Formulare”, diese berechtigen wohl ab 25€ die Steuer am Flughafen ausbezahlt zu bekommen. Als nächstes ging es dann in ein Klamottengeschäft, wo auch gut eingekauft wurde. Danach wollten die Chinesen auch noch unbedingt eine Uhr, oooh – die ist ja teuer hier in Deutschland, das gleiche passierte im Saturn (Alle Chinesen haben immer gedacht, dass die ganze Technikware hier in Deutschland viiel billiger ist). Auch regten sich alle Chinesen immer ziemlich darüber auf, dass die Ware “Made in China” ist. “Made in Bangladesh” war da schon um einiges besser, für sie auf jeden Fall. Abends gingen wir dann noch Billardspielen.

Am Donnerstag waren die Chinesen allein in Rothenburg & Dinkelsbühl, wir waren währenddessen im Wald (Waldtag…); Abends gingen wir mit den Chinesen in ein Musical bei den Feuchtwanger Kreuzgangspielen.

Freitags war dann schon der Tag des Abschlussfestes, zuvor waren wir aber noch auf Schloss Neuschwanstein bei Regen. Hier machte sich mal wieder bemerkbar, dass alle Chinesen ziemlich langsam laufen (ungefähr halbes Tempo, als wenn wir normal laufen (!)) – So kamen zwei Austauschschüler mit deren Chinesen nicht in das Schloss, da die Chinesen einfach zu langsam waren. Auch bekamen die chinesischen Lehrer die Führung nicht auf chinesisch, da sie einfach zu langsam waren (und die Zeit war sehr gut bemessen!).

Abends bekamen wir dann noch zahlreiche Geschenke:

Clipboard01DSC08212DSC08216

Den linken Anhänger bekamen wir von den chinesischen Lehrern und die beiden anderen Dinge von meinem Austauschpartner.

Kleine Meinungsfrage, was meint ihr ist das rechte “Ding”, ein Vorlger, ein Koch Topflappen, oder doch etwas ganz anderes?

Zum Schluss noch das Gruppenfoto:

Zwischenablage01

Samstag war dann der traurige Tag, mit vielen Tränen (größtenteils auf der chinesischen Seite) mussten wir unsere chinesischen Gäste und Freunde verabschieden. Für mich war es ehrlich gesagt kein einfacher Abschied, denn einige Chinesen/-innen sind mir dann doch in der schönen Zeit ans Herz gewachsen. Aber ein Emailkontakt besteht natürlich weiterhin Smiley – Ein komplettes Fazit wird es noch nach den ganzen Reiseberichten geben.

, , , ,

Comments are closed.